Seit Beginn der Nordenhamer Woche (NORWO) 1968 beteiligen sich die Sportschützen Nordenham mit einem umfangreichen Programm an
dieser Veranstaltung. Nachdem das offizielle Stadtprogramm mittlerweile nur noch auf ein Wochenende zusammengeschrumpft ist, sind
die Sportschützen fast die Einzigen, die noch tatsächlich eine ganze Woche lang eine Veranstaltung durchführen - im Jahr 2008 zum 40. Mal.
Hierbei wird kräftig für den Schießsport geworben, zum einen durch ein „Schießen für Jedermann" und ein Wanderpokal-Schießen für
Laienmannschaften, zum anderen durch das Schießen um den Titel des NORWO-Schützenkönigs und den NORWO-Jugendkönig.
Für das Jahr 2012 hatte der Verein Nordenham Marketing & Touristik (NMT) beschlossen, keine Norwo mehr im Veranstaltungskalender für die Stadt Nordenham aufzunehmen. Die Norwo aus dem Jahr 2011
war somit nach 43 Jahren die letzte mit dieser Bezeichnung. Von nun an führen die Sportschützen eine Nordenhamer Schießsportwoche ohne Beteiligung von NMT durch, mit demselben Programm, wie bei der früheren Norwo.
Neben den früheren NORWO-Veranstaltungen und dem jetzigen Schießsportwochen-Programm finden in jedem Jahr noch viele weitere Aktivitäten bei den Sportschützen Nordenham statt.
In den Sommerferien öffnen die Sportschützen zweimal ihr Schützenhaus für Ferienpassaktionen.
Jeweils bis zu 20 Jugendliche ab 12 Jahre können dann - nicht ganz so ernsthaft, wie in einem richtigen Training -
ihr Talent am aufgelegten Luftgewehr beweisen.

Erst werden die Ferienpassteilnehmer eingewiesen - dann dürfen sie schießen.
Ebenfalls zweimal im Jahr finden Skat-und Knobelabende im Schützenhaus statt. Einmal vor Himmelfahrt und einmal vor dem ehemaligen Buß- und Bettag.
Daran dürfen natürlich auch Nicht-Vereinsmitglieder teilnehmen - und nehmen dann auch in der Regel einen Großteil der vorhandenen Fleischpreise mit.
Jeweils zu Ostern und Weihnachten gibt es dann noch für Mitglieder und Gäste ein Festtagsschießen mit kleinen Preisen.
Wobei man beim Oster-Schießen den Gästen immer erst erklären muss, dass man „um" Ostereier schießt - und nicht „auf".
Wenn die sommerliche Fahrradtour mal nicht wieder in Regengüssen untergeht und man vorzeitig ins Schützenhaus zurückkehren muss,
wird im Anschluss das tapfere Aushalten mit einem großen Grillabend auf der Terrasse beendet. Viele Mitglieder steuern dafür ein umfangreiche Salatplatte bei.

Grillabend auf der Terrasse hinter dem Haus der Sportschützen
Während der NORWO 1994 war zum ersten Mal eine Abordnung aus der englischen Partnerstadt Peterlee im
Haus der Sportschützen zu Gast. In einem Freundschaftsschießen gegen ihre deutschen Gastgeber gelang es
den schießunerfahrenen Briten, dank der tatkräftigen Hilfe der Vereinsmitglieder, ihre Gastgeber zu besiegen.
Mittlerweile ist dieser Wettkampf eine schöne Tradition geworden, bei dem sich die Sieger abwechseln.
Die Gäste aus Peterlee beim Schießen - diesesmal haben die Nordenhamer gewonnen.
1994 konnten die Sportschützen Nordenham ihren 40. Geburtstag feiern.
Den Wettkampf um die Jubiläumsplakette gewann Christiane Wittkowsky.
Der nächste größere Umbau im Schützenhaus fand 1995 statt. Der Tennisclub Nordenham (TKN) suchte für sich ein Gelände, auf dem eine neue Tennishalle Platz finden sollte. Nach vielen Gesprächen stellten die Sportschützen Nordenham das Gelände hinter dem Schützenhaus zur Verfügung, das ursprünglich für die Errichtung einer Kleinkaliberanlage gedacht war.
Als Gegenleistung unterstützte der TKN den Verein bei der Erweiterung der Toilettenanlagen. Außerdem wurde ein separater Eingang zur Atenser Allee angelegt und zu guter Letzt noch eine Terrasse hinter dem Schützenhaus.
Ebenfalls im Jahre 1995 beschlossen die inzwischen vier Nordenhamer Schützenvereine (Abbehausen, Blexen, Esenshamm und Nordenham), ein gemeinsames Stadtschützenfest zu veranstalten, um den ständigen Rückgang bei den Besucherzahlen der einzelnen Schützenfeste aufzufangen. Nach einer Gewerbeschau in einem großen Zelt vor dem Störtebeker Hallenbad vom 10. bis 12. Mai, bei der die vier Vereine mit einem gemeinsamen Info-Stand vertreten waren, fand am Samstag, 18. und Sonntag, 19. Mai 1996 das erste Nordenhamer Stadtschützenfest in dem ehemaligen Gewerbeschauzelt statt.
Viele Gäste wurden mit schwungvoller Musik der bayrischen Showband „Dampfbläser-Chaos" unterhalten. Rainer Wittkowsky von den Sportschützen Nordenham wurde beim erstmals
durchgeführten Stadtkönigsschießen zweiter Ritter (König wurde Rolf Wiechmann vom SSV Esenshamm). Am Sonntagvormittag fand dann zum ersten Mal ein gemeinsamer
Schützenumzug durch die Nordenhamer Innenstadt statt, an dem sich außer den Schützenvereinen aus Nordenham und umzu auch viele andere Vereine beteiligten.
1997 fanden die ersten Landesmeisterschaften „Luftgewehr-Auflage" statt.
Unser Günter Tönjes belegte hierbei in der Seniorenklasse den ersten Platz.
Am 13. Februar 1998 verstarb unerwartet der erste Vorsitzende Ulrich Welk, kurz vor den anstehenden Ehrungen zu seinem 25-jährigen Amtsjubiläum. Die zweite Vorsitzende Edith Berner übernahm kommissarisch die Amtsgeschäfte bis zur nächsten Jahreshauptversammlung.
Am 31.08.1998 verstarb nach langer Krankheit unser Ehrenmitglied Alfred Aits (Bild), der sich viele Verdienste, nicht zuletzt beim Bau des Schützenhauses, erworben hatte.
Am Samstag, 19.09.1998 fanden in Dortmund die ersten einer Deutschen Meisterschaft vergleichbaren Wettkämpfe „Luftgewehr-Auflage" statt. Günter Tönjes rechnete sich aus, unter die ersten 20 zu kommen.
Nach der Auswertung seiner Scheiben konnte er sich mit 297 Ringen über einen vierten Platz freuen.
Auf der Jahreshauptversammlung 1999 wurde Edith Berner (Bild) zur neuen Ersten Vorsitzenden gewählt.
Am 26.06.2004 feierten die Sportschützen Nordenham ihren 50. Geburtstag mit einem großen Jubiläumsschützenball im Saal des Hotels „Poseidon“.
An diesem Abend wurden auch die Sieger der Wettkampfschießen um die Jubiläumspokale und der Gewinner des 1. Atenser Dorfpokals ausgezeichnet.
Auf der Jahreshauptversammlung 2005 wurde Rolf Hecken zum neuen Ersten Vorsitzenden gewählt. Edith Berner arbeitet im Vorstand aber weiterhin mit, als Zweite Vorsitzende.
Ach ja, bis heute sind die Sportschützen Nordenham die einzigen im weiten Umkreis, die auf eine Uniform verzichten. Bei den Sportschützen Nordenham steht der Sport im Vordergrund, nicht irgendwelches militaristische Klimbim.