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Sportschützen Nordenham e.V. Sportschützen Nordenham e.V. Sportschützen Nordenham e.V.

Der Verein heute

Seit Beginn der Nordenhamer Woche (NORWO) 1968 beteiligten sich die Sportschützen Nordenham mit einem umfangreichen Programm an dieser Veranstaltung. Nachdem das offizielle Stadtprogramm nur noch auf ein Wochenende zusammengeschrumpft war, waren die Sportschützen fast die Einzigen, die dann noch tatsächlich eine ganze Woche lang eine Veranstaltung durchführten - im Jahr 2008 zum 40. Mal. Hierbei wurde kräftig für den Schießsport geworben, zum einen durch ein „Schießen für Jedermann" und ein „Wanderpokal-Schießen" für Laienmannschaften, zum anderen durch ein Schießen um den Titel des NORWO-Schützenkönigs und den NORWO-Jugendkönig.
Auf der NORWO 1976
Die Sportschützen auf der NORWO 1976

Für das Jahr 2012 hatte der Verein Nordenham Marketing & Touristik (NMT) beschlossen, keine Norwo mehr im Veranstaltungskalender für die Stadt Nordenham aufzunehmen. Die Norwo aus dem Jahr 2011 war somit nach 43 Jahren die letzte mit dieser Bezeichnung. Von nun an führen die Sportschützen eine Nordenhamer Schießsportwoche (SSW) durch, mit demselben Programm, wie bei der früheren Norwo. Erste Stadtschützenkönigin wurde 2012 Sophia Sorge, die für die Gruppe „Waldmeister" startete.
Neben den früheren NORWO-Veranstaltungen und dem jetzigen Schießsportwochen-Programm finden in jedem Jahr noch viele weitere Aktivitäten bei den Sportschützen Nordenham statt.

NORWO-KÖNIGE
1986 Stefan Frerichs
1987 Jürgen Bley
1988 Otto Thies
1989 Thomas Hecken
1990 Derrik Mokry
1991 Dolubey Üzcan
1992 Michael Spika
1993 Holger Reese
1994 Sonja Hayen
1995 Michael Spika
1996 Michael Spika
1997 Hartmut Riesebieter
1998 Heike Tanzen
1999 Torsten Reimers
2000 Guido Berner
2001 Wolfgang Steckel
2002 Seriyfe Ertun
2003 Matthias Brandt
2004 Rainer Grunst
2005 Tatjana Braun
2006 Ngoc-Son Ngo
2007 Manfred Neumann
2008 Hendrik Lenz
2009 Tatjana Braun
2010 Wolfgang Steckel
2011 Jörg Kühne (letzter Norwo-König)
Stadtschützenkönig
2012 Sophia Sorge
2013 Maik Groepler
2014 Max Lehmann
2015 Jörg Kühne
2016 Daniela Bischoff
2017 Wolfgang Krupp
2018 Dariana Marin
2019 Damian Siegel
In den Sommerferien öffnen die Sportschützen zweimal ihr Schützenhaus für Ferienpass-Aktionen. Jeweils bis zu 20 Jugendliche ab 12 Jahre können dann - nicht ganz so ernsthaft, wie in einem richtigen Training - ihr Talent am aufgelegten Luftgewehr beweisen.

Ferienpass-SchießenFerienpass-Schießen
Erst werden die Ferienpassteilnehmer eingewiesen - dann dürfen sie schießen.

Ebenfalls zweimal im Jahr finden Skat- und Knobelabende im Schützenhaus statt. Einmal vor Himmelfahrt und einmal vor dem ehemaligen Buß- und Bettag. Daran dürfen natürlich auch Nicht-Vereinsmitglieder teilnehmen - und nehmen dann auch in der Regel einen Großteil der vorhandenen Fleischpreise mit. Übrigens: Alle Teilnehmer sollen einen Preis erhalten. Deshalb sollte man sich auch tunlichst vorher bei der Sonderbevollmächtigten Bärbel Diekmann anmelden, sonst könnte man vielleicht doch leer ausgehen.

Eine Fahrradtour
Eine Fahrradtour mit den Sportschützen
Jeweils zu Ostern und Weihnachten gibt es dann noch für Mitglieder und Gäste ein Festtagsschießen mit kleinen Preisen. Wobei man beim Oster-Schießen den Gästen immer erst erklären muss, dass man „um" Ostereier schießt - und nicht „auf".

Wenn die sommerliche Fahrradtour mal nicht wieder in Regengüssen untergeht und man vorzeitig ins Schützenhaus zurückkehren muss, wird im Anschluss das tapfere Aushalten mit einem großen Grillabend auf der Terrasse beendet. Viele Mitglieder steuern dafür eine umfangreiche Salatplatte bei.

Grillabend auf der Terrasse
Grillabend auf der Terrasse hinter dem Haus der Sportschützen

Jeweils im Herbst sind dann die Mitglieder der Sportschützen Nordenham bei einer friedlichen „Palastrevolution" damit beschäftigt, ein neues Königshaus zu finden, so ziemlich als letzter Verein in der Wesermarsch. Nur Esenshamm ist damit noch später dran. Diese Tradition besteht seit der Gründung des Vereins und das haben sich die Mitglieder auch, trotz Aufgabe einer Uniform, nicht ausreden lassen.

Königsschießen bei den Sportschützen Nordenham Beim Königsschießen sucht sich der alte König eine Wildscheibe aus, auf die nur ein einziger Schuss abgegeben wird. Der Schütze darf sich diese Scheibe vorher aber nicht ansehen, um den Punkt für die zu treffende 10 zu finden - und nach dem Schießen darf die Scheibe auch nicht angesehen werden um herauszufinden, wo man gelandet ist. Mitglieder des Sportausschusses werten dann die nur mit einer Nummer gekennzeichneten Scheiben aus und stellen die Rangfolge im Königshaus fest. Früher verging dann bis zur Proklamation schon mal einige Zeit. 2011 haben die Sportschützen das Programm gestrafft und Schießen, Auswertung und Proklamation des neuen Königshauses finden an einem Abend statt. Am Vormittag des nachfolgenden Tages (sehr oft mit der Uhrumstellung auf Winterzeit in der vorhergehenden Nacht) findet dann zu Ehren des neuen Königshauses eine Amtseinführung statt im Form eines, na ja, man kann es „Königsfrühstück" nennen - aber es dauert meist bis in den (sehr) späten Nachmittag.


Während der NORWO 1994 war zum ersten Mal eine Abordnung aus der englischen Partnerstadt Peterlee im Haus der Sportschützen zu Gast. In einem Freundschaftsschießen gegen ihre deutschen Gastgeber gelang es den schießunerfahrenen Briten, dank der tatkräftigen Hilfe der Vereinsmitglieder, ihre Gastgeber zu besiegen. Mittlerweile ist dieser Wettkampf eine schöne Tradition geworden, bei dem sich die Sieger abwechseln.

Gäste aus Peterlee Gäste aus Peterlee
Die Gäste aus Peterlee beim Schießen - diesesmal haben die Nordenhamer gewonnen.
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Christiane Wittkowsky erhält die Jubiläumsplakette von Sportwart Gerd Lange 1994 konnten die Sportschützen Nordenham ihren 40. Geburtstag feiern. Den Wettkampf um die Jubiläumsplakette gewann Christiane Wittkowsky (Bild).

Der nächste größere Umbau im Schützenhaus fand 1995 statt. Der Tennisclub Nordenham (TKN) suchte für sich ein Gelände, auf dem eine neue Tennishalle Platz finden sollte. Nach vielen Gesprächen stellten die Sportschützen Nordenham das Gelände hinter dem Schützenhaus zur Verfügung, das ursprünglich für die Errichtung einer Kleinkaliberanlage gedacht war. Als Gegenleistung unterstützte der TKN den Verein bei der Erweiterung der Toilettenanlagen. Außerdem wurde ein separater Eingang zur Atenser Allee angelegt und zu guter Letzt noch eine Terrasse hinter dem Schützenhaus.

Ebenfalls im Jahre 1995 beschlossen die inzwischen vier Nordenhamer Schützenvereine (Abbehausen, Blexen, Esenshamm und Nordenham), ein gemeinsames Stadtschützenfest zu veranstalten, um den ständigen Rückgang bei den Besucherzahlen der einzelnen Schützenfeste aufzufangen. Nach einer Gewerbeschau in einem großen Zelt vor dem Störtebeker Hallenbad vom 10. bis 12. Mai, bei der die vier Vereine mit einem gemeinsamen Info-Stand vertreten waren, fand am Samstag, 18. und Sonntag, 19. Mai 1996 das erste Nordenhamer Stadtschützenfest in dem ehemaligen Gewerbeschauzelt statt.

Viele Gäste wurden mit schwungvoller Musik der bayrischen Showband „Dampfbläser-Chaos" unterhalten. Rainer Wittkowsky von den Sportschützen Nordenham wurde beim erstmals durchgeführten Stadtkönigsschießen zweiter Ritter (König wurde Rolf Wiechmann vom SSV Esenshamm). Am Sonntagvormittag fand dann zum ersten Mal ein gemeinsamer Schützenumzug durch die Nordenhamer Innenstadt statt, an dem sich außer den Schützenvereinen aus Nordenham und umzu auch viele andere Vereine beteiligten.

1997 fanden die ersten Landesmeisterschaften „Luftgewehr-Auflage" statt. Alfred Aits Unser Günter Tönjes belegte hierbei in der Seniorenklasse den ersten Platz.

Am 13. Februar 1998 verstarb unerwartet der erste Vorsitzende Ulrich Welk, kurz vor den anstehenden Ehrungen zu seinem 25-jährigen Amtsjubiläum. Die zweite Vorsitzende Edith Berner übernahm kommissarisch die Amtsgeschäfte bis zur nächsten Jahreshauptversammlung. Am 31.08.1998 verstarb nach langer Krankheit unser Ehrenmitglied Alfred Aits (Bild), der sich viele Verdienste, nicht zuletzt beim Bau des Schützenhauses, erworben hatte.

Am Samstag, 19.09.1998 fanden in Dortmund die ersten einer Deutschen Meisterschaft vergleichbaren Wettkämpfe „Luftgewehr-Auflage" statt. Günter Tönjes rechnete sich aus, unter die ersten 20 zu kommen. Nach der Auswertung seiner Scheiben konnte er sich mit 297 Ringen über einen vierten Platz freuen.

Edith Berner Auf der Jahreshauptversammlung 1999 wurde Edith Berner (Bild) zur neuen Ersten Vorsitzenden gewählt.

Am 26.06.2004 feierten die Sportschützen Nordenham ihren 50. Geburtstag mit einem großen Jubiläumsschützenball im Saal des nebenan liegenden Hotels „Poseidon“. An diesem Abend wurden auch die Sieger der Wettkampfschießen um die Jubiläumspokale und der Gewinner des 1. Atenser Dorfpokals ausgezeichnet. Viele Gäste, auch aus benachbarten Schützenvereinen, nahmen an der Veranstaltung teil und Grußworte kamen unter anderem von den Rolf Hecken Präsidenten des Kreisdachverbandes Schützenbund Wesermarsch und des Bezirksdachverbandes Oldenburger Schützenbund, von Kreissportbund Wesermarsch und vom Bürgermeister der Stadt Nordenham (Bilder ).

Auf der Jahreshauptversammlung 2005 wurde Rolf Hecken (Bild) zum neuen Ersten Vorsitzenden gewählt. Edith Berner arbeitet im Vorstand aber weiterhin mit, als Zweite Vorsitzende.

Ach ja, bis heute sind die Sportschützen Nordenham die einzigen im weiten Umkreis, die auf eine Uniform verzichten. Bei den Sportschützen Nordenham steht immer noch der Sport im Vordergrund, nicht irgendwelches militaristische Klimbim.

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Nach einem Pressegespräch mit den örtlichen Tageszeitungen veröffentlichte die NWZ am 16.10.2020 den nachfolgendedn Bericht:

Nordenhamer Sportschützen müssen Vereinsheim räumen

Der Grundstückseigentümer hat den Vertrag gekündigt. Der Streit mit dem Verein hat sich an der Entschädigungssumme entzündet. Die Schützen fordern 145 000 Euro.

ATENS Auch der Schlichtungsversuch durch Bürgermeister Carsten Seyfarth blieb ohne Erfolg. Jetzt sieht es ganz danach aus, dass ein Gericht darüber entscheiden muss, wer im Streit um das Vereinsheim der Nordenhamer Sportschützen im Recht ist. Dass es soweit kommen musste, hängt mit weit auseinanderliegenden Vorstellungen über den Wert des Gebäudes an der Atenser Allee zusammen.

• Vertrag von 1965

Die Sportschützen müssen ihr selbst errichtetes Domizil räumen, weil der Eigentümer des Grundstücks, auf dem sich der Schießstand und die Clubräume befinden, den Vertrag gekündigt hat. Nach der 1965 abgeschlossenen Vereinbarung steht dem Verein für diesen Fall eine Entschädigung im „Wert der Baulichkeiten“ zu. Die große Frage ist nun, um welche Summe es sich dabei handelt.

Mit dem damaligen Grundstückseigentümer und Wirt der benachbarten Gaststätte Rüstringer Hof, Paul Sokopf, hatten sich die Schützen auf eine Vertragslaufzeit von 35 Jahren geeinigt. Zwischenzeitlich erwarb eine Eigentümergemeinschaft aus Ganderkesee den Rüstringer Hof und damit ebenfalls das Schützenhaus-Grundstück. Dieser Gemeinschaft gehörte auch Frank Tober an, der mittlerweile alleiniger Eigentümer der Immobilie ist.

Nach dem Vertragsende im Jahr 2000 verständigten sich beide Seiten darauf, ihn bei einer Kündigungsfrist von sechs Monaten fortlaufend für jeweils zwei Jahre zu verlängern. Im Herbst 2019 nahm Frank Tober dann sein Kündigungsrecht in Anspruch und erklärte den Vertrag zum 31. August 2020 für beendet. Seitdem dürfen die Sportschützen das Grundstück und ihr Vereinsheim nicht mehr nutzen. Um den Trainingsbetrieb aufrecht zu erhalten, sind sie als Gäste auf dem Schießstand des befreundeten Schützenvereins Abbehausen untergekommen. Aber das gesellige Clubleben muss jetzt ruhen – zum Unmut des Vorstandes und der Mitglieder.

Die Kündigung begründet Frank Tober damit, dass der Vertrag von 1965 „sehr schwammig“ sei und er Rechtssicherheit haben möchte. Keineswegs sei es seine Absicht gewesen, die Sportschützen vor die Tür zu setzen. Er habe auch keine konkreten Pläne mit der Immobilie bezüglich eines Verkaufs oder einer anderen Nutzung. „Mir geht es nur darum, Klarheit zu schaffen“, sagt der 55-Jährige. Das gelte vor allem für die umstrittene Entschädigungssumme.

Nach Ansicht des Ganderkeseers, der seit 2019 alleiniger Eigentümer des Grundstücks ist, hat das Gebäude der Sportschützen nur noch einen geringen Wert. Über 10 000 Euro würde er mit sich reden lassen, sagt Frank Tober, aber die von den Sportschützen aufgerufenen 145 000 Euro hält er für „völlig überzogen“. Da zwischen diesen beiden Positionen derzeit keine Annäherung in Sicht sei, bleibe keine andere Wahl als der Weg vor ein Gericht. Im Zuge des Klageverfahrens werde ein unabhängiger Gutachter den Zeitwert der Immobilie festlegen. „Dann weiß ich, was auf mich zukommt“, sagt Frank Tober.

• 145 000 Euro gefordert

Der Vorstand der Sportschützen wiederum betrachtet die 145 000 Euro als einen gebührenden Vergütungsbetrag. Vorsitzender Rolf Hecken, Kassenwartin Karin Tönjes und Sportwart Gerd Lange berufen sich dabei auf eine vom Verein in Auftrag gegebene Bauwertermittlung durch einen Sachverständigen. Ohne eine angemessene Entschädigung sei es dem Verein nicht möglich, einen neuen Schießstand an anderer Stelle – wo auch immer – zu errichten.

• Verlängerung abgelehnt

Die Vorstandsvertreter bestätigen, dass Frank Tober den Sportschützen eine Vertragsverlängerung unter veränderten Konditionen angeboten habe. Aber das offerierte Vertragswerk mit einer sechsmonatigen Kündigungsfrist und der Bedingung, dass der Verein auf sein Überwegungsrecht für den Durchgang zur Atenser Allee verzichtet, sei dem Vorstand „zu unsicher“ gewesen. Inzwischen glauben auch sie, dass nur ein Gericht den Konflikt lösen kann.

Nach Ansicht des Ganderkeseers, der seit 2019 alleiniger Eigentümer des Grundstücks ist, hat das Gebäude der Sportschützen nur noch einen geringen Wert. Über 10 000 Euro würde er mit sich reden lassen, sagt Frank Tober, aber die von den Sportschützen aufgerufenen 145 000 Euro hält er für „völlig überzogen“. Da zwischen diesen beiden Positionen derzeit keine Annäherung in Sicht sei, bleibe keine andere Wahl als der Weg vor ein


Die NWZ veröffentlichte auch folgende Übersicht:

ANFÄNGE IN BLEXERSANDE

1954 war das Gründungsjahr des Nordenhamer Schützenvereins, der sich später in Sportschützen Nordenham e. V. umbenannte. Der Schießstand befand sich damals in einem Schuppen auf dem Gelände der Gaststätte Wetjen in Blexersande.

Nach Atens zog der Verein um das Jahr 1960. Der Eigentümer und Wirt des Rüstringer Hofs, Paul Sokopf, stellte einen Anbau seiner Gaststätte für einen Schießstand zur Verfügung.

Den Pachtvertrag für ein Grundstück, auf dem sie in direkter Nachbarschaft zum Rüstringer Hof das vereinseigene Schützenhaus bauen konnten, schlossen die Sportschützen 1965 mit Paul Sokopf ab. Die Laufzeit wurde auf 35 Jahre festgelegt. Der Eigentümer erhob allerdings keine Pacht, sondern übertrug dem Verein die Verpflichtung, ihm die Bewirtung in den Räumlichkeiten zu überlassen. Das wurde später dergestalt geändert, dass der Verein selbst die Bewirtung übernehmen durfte und dafür 250 Euro im Monat als pauschalen Ausgleichsbetrag zahlte.

Die Baukosten beliefen sich auf rund 150 000 Deutsche Mark (75 000 Euro). Der Verein leistete viel Eigenarbeit. Die Stadt Nordenham zahlte einen Zuschuss in Höhe von 35 000 DM (17 500 Euro). 1966 wurde das Gebäude in Betrieb genommen.

Einen Erweiterungsbau errichtete der Schützenverein in den 1980er-Jahren für etwa 60 000 Deutsche Mark (30 000 Euro). Insgesamt hat das Schützenhaus seitdem eine Grundfläche von etwa 450 Quadratmetern.

Für den Zugang zur Atenser Allee hat der rund 70 Mitglieder zählende Verein ein Überwegungsrecht, das nach einer Vereinbarung mit dem damaligen Eigentümer Paul Sokopf auch im Grundbuch eingetragen ist.

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In der Kreiszeitung Wesermarsch stand am 16.10.2020 dazu folgender Beitrag:

Eigentümer ohne Rechte
Die Nordenhamer Sportschützen dürfen ihr Schützenhaus nicht mehr nutzen.

Nordenham Die Lage ist verfahren. Die Nordenhamer Sportschützen sind Eigentümer ihres Schützenhauses an der Atenser Allee. Doch sie dürfen es nicht mehr nutzen. Denn der Grund und Boden, auf dem das Schützenhaus mit seinen 450 Quadratmetern Gundfläche steht, gehört einem anderen. Der hat den Pachtvertrag gekündigt.

Eine Einigung mit dem Grundstückseigentümer, dem Versicherungsmakler Frank Tober aus Ganderkesee, zeichnet sich nicht ab. Seit Monaten verhandeln beide Seiten schon miteinander. Auch Bürgermeister Carsten Seyfarth wurde eingeschaltet. "Das muss wohl ein Gericht entscheiden", sagt Frank Tober.

Die Geschichte der Nordenhamer Sportschützen begann 1954. Zunächst schossen sie auf einem Schießstand in Blexersande. 1960 erfolgte der Umzug nach Atens. In den Jahren 1965/1966 bauten sie ihr Schützenhaus auf dem Gelände des Rüstringer Hofs in Atens, überwiegend in Eigenarbeit. Der damalige Eigentümer Paul Sokopf überließ den Schützen Grund und Boden dafür, blieb aber Eigentümer des Geländes. Die Stadt gewährte einen Baukostenzuschuss in Höhe von 30.000 Mark. "Die Baukosten beliefen sich insgesamt auf 150.000 Mark", sagt der heutige Vorsitzende Rolf Hecken. Diese Summe spielt heute eine wichtige Rolle. Aber dazu später.

Statt eine Pacht von dem Verein zu verlangen, legten der Gastwirt und die Sportschützen fest, dass die Schützen ihre Getränke aus der benachbarten Gaststätte beziehen. Der Vertrag wurde über 35 Jahre geschlossen. Und lief zunächst bis zum Jahr 2000. Zwischendurch bauten die Schützen ihre Sportstätte einige Male aus, investierten weiteres Geld, 60.000 Mark allein in den 1980er Jahren. 1994 schufen sie eine Überwegung von der Atenser Allee direkt zum Schützenhaus. Das Überwegungsrecht sei im Grundbuch eingetragen.

Regelmäßige Kündigungsfrist

Bei Vertragsende war Familie Sokopf nicht mehr Eigentümer des Grundstücks. Das Eigentum war übergegangen an eine Gemeinschaft um Frank Tober. Der Vertrag wurde verlängert gegen eine Zahlung von 500 Mark (255 Euro) im Monat, aber mit einer regelmäßigen Kündigungsfrist versehen. Von der hat Frank Tober jetzt Gebrauch gemacht. Der Vertrag ist zum 31. August dieses Jahres ausgelaufen.

Damit haben die Sportschützen zwar weiterhin ein Schützenhaus, dürfen das aber nicht mehr nutzen. Das ist nicht nur ärgerlich für die rund 60 Vereinsmitglieder, sondern auch für zahlreiche andere Gruppen, die dort geschossen und gefeiert haben. Und für die Nordenhamer Schießsportwoche, die es seit mehr als einem halben Jahrhundert gegeben hat.

Und nun? Im Vertrag von 1965 heißt es, dass "der Wert der Baulichkeit" zu erstatten ist, wenn der Pachtvertrag ausläuft. Das ist nicht der Verkehrswert, denn der richtet sich nach der Nachfrage, sondern gewissermaßen der Wert der Bausubstanz. Der Schützenverein hat einen Gutachter beauftragt, diesen Wert zu ermitteln. "Das sind 145.000 Euro", sagt Karin Tönjes, Kassenwartin des Vereins.

Solch eine Summe will Frank Tober aber nicht zahlen. "Ich will das Objekt ja gar nicht haben", sagt er im Gespräch mit der Kreiszeitung. Er habe, so die Sportschützen, einen maximal vierstelligen Betrag angeboten, und das auch nur kulanzhalber.

Mit 145.000 Euro könnten sich die Sportschützen an anderer Stelle einen Schießstand aufbauen, mit einer vierstelligen Summe dagegen nicht. Und nun? Sportlich sind die Nordenhamer Sportschützen bei den Schützenfreunden in Abbehausen untergekommen. Sie dürfen deren Schießstand mitbenutzen. "Doch uns fehlt die Geselligkeit in unserem Schützenhaus, das gemütliche Miteinander", sagt Karin Tönjes.

Die Baukosten beliefen sich auf insgesamt 150.000 Mark."
Rolf Hecken, Vorsitzender der Nordenhamer Sportschützen

Das derzeitige Patt blockiert die Schützen wie den Eigentümer des Grundstücks gleichermaßen. Deshalb sagt Frank Tober auch, dass wohl ein Gericht entscheiden müsse. Er hat inzwischen eine Bauvoranfrage an die Stadt gestellt, die auf den Bau eines Mehrfamilienhauses zielt. Die Zuwegung würde über die Zufahrt zur Tennishalle erfolgen. Und was wird aus dem Hauptgebäude mit der Gaststätte Sakis? Das bleibe stehen. Da seien keine Veränderungen geplant, sagt der Eigentümer.

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© Wilfried Wittkowsky


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