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| Filme und Musik | |
Peter Thomas wurde am 1. Dezember 1925 in Breslau geboren und kam wenig später nach Berlin, wo er bis zu seinen Anfängen als Filmmusiker blieb. Im Vorschulalter beginnt er bereits Klavier zu spielen, nach dem Krieg studierte er Musik und spielte Piano in verschiedenen Clubs der Aliierten - der unterschiedliche Musikgeschmack von Amerikanern bis Russen war für ihn eine lehrreiche Zeit. In den Sechzigern schuf er für Francis Durbridge im Fernsehen, Edgar-Wallace und Jerry-Cotton im Kino unverwechselbare Klänge. Und auch heute noch ist der easy-listening-Komponist aktiv. |
Peter Thomas sagte zur Filmmusik damals: "Die Krimi-Musik hat im Kinofilm eine sehr eigene Stellung. Sie trägt mehr zum Geschehen bei, als der Zuschauer bzw. Zuhörer ahnt. Das Schönste ist aber, wenn man die Musik vom Filmgeschehen loslösen und sich von den Klängen in ein unbekanntes Edgar-Wallace- Land führen lassen kann. Von der spannenden Musik soll man sich motivieren lassen und die romantischen Melodien sollen verzaubern." |
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Die 60er Jahre waren die große Zeit der Edgar- Wallace- Filme
in Deutschland. Zwei Komponisten teilen sich den Verdienst, die besten Soundtracks zu dieser Reihe geschrieben zu
haben: Martin Böttcher und eben PETER THOMAS.
Die Musik von Martin Böttcher unterscheidet sich nach einigen Ansichten grundlegend von der Peter Thomas'. "Während Böttcher in gekonnter Weise pompöse und dramatische Orgelmusik schrieb (besonders passend in Die blaue Hand und Der Mönch mit der Peitsche) komponierte Thomas weitaus lockerer, mit bizarren Tönen und verzerrten Schreien, die schon im Vorspann von den kommenden Gags, Verkleidungen und Hexenkünsten künden sollten."
Im Deutschen Museum in München steht neben der Theremin (bekannt aus dem Hitchcock-Film "Spellbound - Ich kämpfe um Dich") und Uralt-Synthesizern das von Peter Thomas entworfene ThoWiephon, das er bei vielen Klangexperimenten verwendete. |
Als das Fernsehen dem Kino immer mehr Besucher wegnahm, verlagerte Peter Thomas, wie sein
Kollege Martin Böttcher, auch einen Teil seiner Arbeitskraft in den TV-Bereich.
Sein erfolgreichstes Werk schuf er 1966, den Kultklassiker Raumpatrouille (den
Countdown am Anfang des Soundtracks hat er übrigens selbst gesprochen - mit einiger
Verfremdung). Und er befasste sich mit ebenfalls mit der Karl May-Thematik, sowohl im Kino
("Winnetou und sein Freund Old Firehand"), wie auch im Fernsehen bei der Serie "Mein
Freund Winnetou". Und dann waren da noch die "Däniken-Filme" und "Lederstrumpf" und "Melissa" und.....
Übrigens: Falls Sie auf den Seiten des All Movie Guide nach Peter Thomas suchen,
lassen Sie sich nicht verwirren. Die haben mal wieder einiges durcheinandergebracht und noch einen
Schauspieler Peter Thomas mit angeführt, der mit dem Komponisten nichts zu tun hat. Die IMDB war mal wieder etwas genauer.
Theme for Lucy aus "Das Verrätertor" |
Peter Thomas sieht sich als Revolutionär unter den deutschen Komponisten. Kaum jemand sonst hat wie er immer wieder Grenzen überschritten. So verwundert es nicht, dass eines Tags Jarvis Cocker, Frontmann der englischen Formation Pulp, bei Thomas anrief und nach dessen Vater verlangte.
Er wolle einen Teil der "Raumpatrouille"- Musik für den Pulp-Titel "This Is Hardcore" verwenden und brauche dazu die Genehmigung des Komponisten. Als Thomas, der Jarvis Cocker erst für Joe Cocker hielt, entgegnete, er selbst sei der Gesuchte, reagierte der verblüffte Popstar mit den Worten: "Aber sie müssen doch tot sein."
Dass Peter Thomas nicht vor hat sich aufs "Altenteil" zurückzuziehen, beweist er Jahr um Jahr aufs Neue.
Sei es mit der Unterstützung musikbegeisterter junger Talente oder indem er sich hinsetzt und "mal eben"
im Auftrag eines portugiesischen Produzenten ein Musical über die Prinzessin Diana schreibt.
"Lady Di - Diana, Königin der Herzen" heißt das Stück, das im Oktober 2000 seine Uraufführung in Wien erlebte.
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Für das Musikprogramm zur Enthüllung des renovierten Brandenburger Tores (2002) arrangierte Peter Thomas einige seiner Klassiker auf ungewöhnliche Weise neu - u.a. mit sphärischen Stimmeffekten der Schöneberger Sängerknaben. Auch fürs Fernsehen war Peter Thoams wieder aktiv. Für RTL komponierte er den Soundtrack zu einem 90-Minuten-Film mit dem Titel "007". Am 01. Juli 2004 wurde in Siegburg das Ballet "Haensel und Gretel" mit der Unterzeile "Peter Thomas trifft Engelbert Humperdinck" von der JUNGE SINFONIE Siegburg aufgeführt. Zur Eingliedrung der 10 neuen Euro-Länder schrieb Peter Thomas die Europäische Kinderhymne "Childrens LOVE Parade" (Hand in Hand).
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Autogrammadresse
Peter Thomas |
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| PETER THOMAS - Filmographie |
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